Alarm im Trinkwasser!

Legionellen sind flexible Stäbchenbakterien, die in Oberflächengewässern und im Boden vorkommen. Mitunter verirren sich die kleinen Tierchen auch ins Trinkwasser – und können da einiges anrichten. Steigt die Konzentration über ein gewisses Maß, dann kann der Kontakt mit dem Wasser üble Erkrankungen verursachen.

Wie kommt die Legionelle ins Trinkwasser?

Legionellen gehören zur Mikroflora im Wasser und sind deshalb ganz natürlicher Bestandteil in Gewässern wie auch im Grundwasser. Auch wenn die Wasseraufbereitungsanlagen heute perfekt arbeiten, können die Bakterien durch Fehlfunktionen in den Trinkwasserkreislauf gelangen. Herrschen dort ideale Bedingungen zur Vermehrung, dann steigt die Konzentration im Wasser an und kann kritische Werte erreichen. Die Infektion erfolgt meist durch Einatmen der Erreger, das geschieht zum Beispiel leicht unter der Dusche, wenn der verkeimte Wassernebel in die Atemwege gelangt. Auch Klimaanlagen bergen ein Gefahrenpotenzial. Die Infektionsgefahr beim Trinken und Schlucken ist ebenfalls möglich, wenn zum Beispiel Wasser in die Lunge gerät. Eine gegenseitige Ansteckung durch infizierte Personen ist dagegen nicht möglich.

Legionärskrankheit und Pontiac-Fieber

Eine Infektion mit Legionellen verläuft oft moderat, Erkrankungen sind ohnehin trotz des hohen Aufkommens selten. Immunschwache Personen sind besonders gefährdet, eine Legionelleninfektion kann grundsätzlich zwei verschiedene Erkrankungen auslösen:

  • Bei der sogenannten Legionärskrankheit, als Fachbegriff Legionella-Pneumonie, kommt es zu Husten mit leichtem Fieber in leichten Fällen bis hin zur Pneumonie mit Multiorganversagen, der Patient muss in diesem Fall beatmet werden. Diese Krankheit zu diagnostizieren, ist besonders schwer.
  • Das Pontiac-Fieber äußert sich ähnlich wie eine Grippe mit Fieber, Abgeschlagenheit, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen. Meist heilt die Krankheit von selbst nach wenigen Tagen aus, oft wird gar nicht bemerkt, dass die Symptome durch Legionellen verursacht wurden.

So sollte die Trinkwasser-Installation arbeiten

Eine Trinkwasser-Installation, bei der das Risiko einer Durchseuchung des Wassers mit Legionellen sehr gering ist, weist folgende Eigenschaften auf:

  • An der Zapfstelle sind Wassertemperaturen von mehr als 55 Grad nach maximal 3 Liter Ablauf und Kaltwassertemperaturen von weniger als 25 Grad ideal.
  • Die Anlagentemperaturen im Warmwasserbereich sollten im Vorlauf mehr als 60 Grad, im Rücklauf mehr als 55 Grad betragen.
  • Alle Zirkulationsleitungen sollten gleichmäßig heiß sein.
  • Die Zirkulationspumpe sollte mindestens 16 Stunden am Tag laufen.
  • Die Trinkwasser-Installation muss jährlich gewartet werden.

Sind diese Punkte erfüllt, dann wird in der Regel auch die Laboruntersuchung auf Legionellen ein negatives Ergebnis bringen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist weiterhin, dass das Wasser, das auf den letzten Metern vor der Zapfstelle steht, meist besonders belastet ist. Wenn Sie die ersten Liter ablaufen lassen, wird das Risiko einer Übertragung noch mehr gesenkt.

 

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